Luftfahrt: Entschädigungsregelung bei Verspätung

Luftfahrt: Entschädigungsregelung bei Verspätung

Icon 17. September 2017
Icon vonHS Serviceteam

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat der Entschädigung von Fluggästen bei Verspätungen Grenzen gesetzt. Bei der für die Höhe einer Erstattung maßgeblichen Entfernung zwischen Start- und Zielflughafen sei ausschließlich die Luftlinienentfernung ausschlaggebend, entschieden die Luxemburger Richter am Donnerstag.

Wer statt eines Direktfluges eine Umsteigeverbindung wählt und deswegen eine längere Strecke zurücklegt, hat deshalb kein Recht auf eine höhere Entschädigung. Bei einer Verspätung von drei Stunden oder mehr haben Fluggäste innerhalb der EU bei Flügen von 1.500 km oder weniger Anspruch auf eine Entschädigung von 250 €. Ist die Entfernung weiter als 1.500 km, beträgt die Entschädigung 400 €.

Im konkreten Fall hatten drei Fluggäste geklagt, die mit Brussels Airlines von Rom über Brüssel nach Hamburg gereist waren. Da die tatsächlich zurückgelegte Flugstrecke 1.656 km betrug – 1.173 km für die Entfernung zwischen Rom und Brüssel, 483 km für die Entfernung zwischen Brüssel und Hamburg -, hatten sie auf die höhere Zahlung gepocht. Nach dem Urteil ist aber für die Bestimmung nun allein die Luftlinienentfernung von 1.326 km zwischen Rom und Hamburg zu berücksichtigen (Rechtssache C-559/16).

Vom Anspruch bis zur tatsächlichen Auszahlung ist zumeist noch ein weiter Weg. Besonders Air Berlin Kunden können davon ein Lied siegen. Da wartet man schon mal einige Wochen zu, bis man überhaupt eine Reaktion erhält. Es macht daher durchaus Sinn, auf die Unterstützung von Agenturen zurück zugreifen. Dabei wird zwar im Erfolgsfall eine Provision fällig, allerdings wird ist die Abwicklung deutlich schneller.

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